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Die Ruhe nach dem Sturm

 

 

 

 

 

Wenn der Wind der Veränderung weht,

suchen die einen im Hafen Schutz

und sitzen mit ihresgleichen in einer Kneipe,

während die anderen mutig ihre Segel setzen

und auf´s weite Meer aufbrechen.

 

 

 

 

 
Die Welt ist verrückt!

 

Diesen oder ähnliche Sätze haben wir in den letzten Wochen wohl öfters gehört.

 

Wahrlich: Alles wurde verrückt, nichts von unseren Überzeugungen und Sicherheiten blieb auf seinem Platz. Da, wo wir es so sicher glaubten in unserem gut geplanten, durchstrukturierten, getakteten Alltag. Dinge, die vorher unverrückbar und indiskutabel waren, weil sie einfach (vermeintlich) so sein mussten, verloren von einem Tag auf den anderen ihre Wichtigkeit und Gültigkeit.

 

Der Wind zerzauste auch uns im wahrsten Sinne des Wortes das Gefieder und stutzte uns so manchen Flügel. Wegfliegen konnten wir gerade ja ohnehin nicht. Egal, ob wir uns im normalen Leben fühlten wie ein schillernder Paradiesvogel, ein stolzer Pfau, ein kleiner Spatz, ein Kuckuck, der auf Kosten anderer lebt oder ein mächtiger Adler. Alle waren plötzlich gleich. Die gleichen Gespräche, die gleichen Ängste und teilweise sehr ähnliche Herausforderungen prägten den Alltag in den persönlichen vier Wänden.

 

Familie bekam oftmals eine ganz andere Bedeutung, indem Menschen sich wieder wahrnehmen und miteinander auseinandersetzen durften. Nicht selten mit der Erkenntnis, dass manche einander gar nicht mehr wirklich kannten und so schätzten, wie man es sich im Allgemeinen so vorstellt. Die, die sich hatten, durften neu lernen, aufeinander zuzugehen. Jene, die sich nicht sehen durften, entdeckten kreative Ideen, mit Ihren Lieben über die Entfernung zu kommunizieren. Aus scheinbarer Distanz wurde eine neue Art von herzlicher Nähe. Nachbarschaftshilfe und tatkräftige Intiativen ließen den Stern der Menschlichkeit da und dort neu erstrahlen.

 

Arbeit bekam blitzartig neue Facetten: New Work war mit einem Schlag kein Schlagwort mehr. Wertigkeiten in den Firmen verschoben sich im Zeitraffer. Vieles war von einem Tag auf den anderen nicht mehr so wichtig, ohne dass die Welt sofort unterging. Scheinbar "mindere" Jobs wurden auf einmal systemrelevant. Manche mit in "Normalzeiten" sehr hoher Relevanz im Berufsleben erlebten nie dagewesene Freizeitphasen mit Zeit und Muße, sich endlich einmal mit den eigenen Bedürfnissen beschäftigen zu dürfen. Rollen wurden (und werden) in Frage gestellt.

 

Eine spannende Entdeckung machten viele so mit dem Mittelpunkt ihres eigenen Systems: Sich SELBST.

Da tauchten viele Fragen auf:

  • Wer bin ich eigentlich?
  • Was macht mich aus?
  • Warum bin ich hier?

 

Und die größte, brennendste aller Fragen:

  • Will ich meinen bisher eingeschlagenen Weg wirklich so weitergehen?

 

Die kleine, zerzauste Blaumeise oben ist ein Sinnbild dafür, wie wichtig es ist, seiner Bestimmung zu folgen. Viele Vögel könnten im Herbst natürlich  bleiben, wo sie sind. Sie hatten ja einen warmen, schönen Sommer hier. Und trotzdem machen sie sich auf zu einem langen Flug über Länder, Berge und Meere, um in warmen Gefilden ihren Winter zu verbringen. Nicht um dort dauerhaft zu bleiben, sondern ihren Standort über Tausende Kilometer immer wieder zu ändern. Der Wind der Veränderung flüstert ihnen zu, wenn es Zeit ist, aufzubrechen.

 

Hörst auch Du oftmals eine innere Stimme, die Dir ins Ohr flüstert, dass es an der Zeit ist, alte Gewohnheiten oder Lebensphasen hinter Dir zu lassen? Laute Stimmen, die von außen an Dich herankommen? Menschen, die die Aufgabe haben, Dir aufzuzeigen, dass Dein Platz womöglich woanders ist? 

 

Diese so außergewöhnliche Zeit mit dem großen C (wie Chance) nenne ich "CEIT". Sie hat uns eindrücklich und unmissverständlich gezeigt, was wirklich wichtig ist und dass definitiv NICHTS fix ist. Dass alles im Leben schlagartig anders sein kann.

Und jetzt? Bist Du immer noch überzeugt, dass DU nichts ändern kannst?

 

Ich freue mich darauf, mit Dir Ideen zu entwerfen, wie Du zu einem Schiff kommst, auf dem Du Dein buntes Segel setzen kannst. Vielleicht triffst Du dann ja den kleinen Piepmatz auf dem großen Ozean und Ihr tauscht Euch über Eure Lebensreise aus. Lerne die Sprache Deines Herzens wieder zu verstehen. Ich stehe Dir als Dein persönlicher Dolmetscher dabei zur Seite.

Du bist herzlich willkommen in Deinem neuen Lebensabschnitt und in meinem Beratungsraum!

 

Mit einem Herzen voller Leichtigkeit
Evelyn